• Fichte-f
  • französisch-bilingual • 
  • mint-freundlich • 
  • sozial engagiert

bili

Featured

Bericht aus Burundi - 15.09.2026

Kurz nach Beginn der Sommerferien erhielten wir einen Brief vom Direktor unserer Partnerschule ETEE (Burundi). In diesem Brief wird unserer Schulgemeinschaft sehr herzlich für das vielfältige Engagement und die finanzielle Unterstützung, sowie der Eine-Welt-Burundie-AG für ihren Einsatz gedankt. So konnte die Schule neue Matratzen für ihr Internat anschaffen, die mit unserer Unterstützung im vorletzten Jahr begonnene Ziegenzucht erfolgreich intensivieren und die Kaffeesetzlinge pflegen. Es wird aber auch deutlich, mit wie vielen Problemen die Schule zu kämpfen hat und dass dies sich bisweilen auch negativ auf den Schulerfolg niederschlägt, z.B. weil die Solarpumpe für das Wasser defekt war, alle Schülerinnen und Schüler darum viel Zeit mit Wasserholen verbringen mussten und so weniger Zeit für das Lernen hatten. Es folgen Auszüge aus dem Brief in deutscher Übersetzung und im französischen Original.

------

Liebe Mitglieder der Schulgemeinschaft des Fichte-Gymnasiums,

wir hoffen, dass es euch allen sehr gut geht und dass es der gesamten Schulgemeinschaft besser geht. (Anmerkung: Wir hatten zuvor geschrieben, dass wir alle unter der großen Hitze im Juni und Juli gelitten haben.)

Im Namen der Schulleitung der ETEE sowie in meinem eigenen Namen möchte ich euch unseren aufrichtigsten Dank für die Zuneigung, die Großzügigkeit und die beständige Unterstützung aussprechen, die ihr unserer Schule entgegenbringt. Euer Engagement zeugt von einer außergewöhnlichen Solidarität und von Ihrem Willen, zur Entwicklung der ETEE beizutragen und gleichzeitig die freundschaftlichen Bande zu stärken, die unsere beiden Schulen verbinden.

Wir sind euch zutiefst dankbar für die 60 Matratzen, die dank der ersten Tranche der von den Schülern mit eurer wertvollen Unterstützung gesammelten Gelder angeschafft werden konnten. Wir bitten euch, allen Schülern, Lehrern und der gesamten Schulgemeinschaft des Fichte-Gymnasiums unseren tiefen Dank zu übermitteln. Eure Großzügigkeit hat es ermöglicht, die Lebensbedingungen unserer Internatsschüler deutlich zu verbessern, denn eine große Zahl von Schülern schläft unter schwierigen Bedingungen. Unsere Priorität war es daher, möglichst vielen zu helfen.

Wir möchten uns auch ganz herzlich bei euch für die zusätzlichen Mittel bedanken, die ihr für eine zweite Hilfslieferung sammeln konntet. Diese Geste berührt uns zutiefst und bestärkt uns darin, unsere Bemühungen fortzusetzen.

Es stimmt, dass wir bei der ersten Lieferung der Quantität den Vorzug vor der Qualität gegeben haben, da der Bedarf besonders dringend war. Seit zwei Jahren hatten wir keine neuen Matratzen mehr erhalten. Bis heute ist unser Bedarf nach wie vor groß. Wir schätzen, dass wir noch 120 Matratzen benötigen, um den Bedarf unseres Internats angemessen zu decken. Für diese neue Phase möchten wir uns auf Matratzen von besserer Qualität konzentrieren, um unseren Schülern mehr Komfort und eine längere Lebensdauer der Matratzen zu gewährleisten.

Bei unserem Ziegenzuchtprojekt haben wir einen sehr ermutigenden Meilenstein erreicht. Derzeit umfasst unser Bestand 26 Ziegen, davon stammen 14 aus dem Projekt und 12 waren bereits zuvor auf dem Hof vorhanden. Wir bereiten uns darauf vor, den Verkauf der kastrierten Böcke durch die Schüler im Rahmen der praktischen Arbeiten zu beginnen, um zum Fortbestand und zur Entwicklung der Schule beizutragen.

Im Rahmen des Kaffee-Projekts haben wir mit dem Mulchen der Kaffeebäume einen neuen Meilenstein erreicht. Wenn die Wetterbedingungen günstig bleiben, hoffen wir, unsere erste Ernte in zwei Jahren einfahren zu können.

In pädagogischer Hinsicht ist die Erfolgsquote aufgrund von Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung zurückgegangen. Der Ausfall der Pumpe zwang uns dazu, täglich 200 Wasserkanister zu je 1.000 Fr. zu kaufen und die Schüler jeden Nachmittag dazu einzuspannen, Wasser für den Bedarf der Schule zu schöpfen, was ihre Lernzeit verkürzte. So wurden von 446 Schülern, die das Schuljahr abgeschlossen haben, 339 zur Prüfung zugelassen. Darüber hinaus haben 114 Absolventen ihre Zeugnisse erhalten und an der staatlichen Prüfung teilgenommen.

Die gesamte Situation führte zu unvorhergesehenen Ausgaben in Höhe von 6 Millionen pro Monat, wodurch die Einrichtung in eine Verschuldungssituation geriet.

Derzeit befinden sich die Schüler in den zweimonatigen Sommerferien. Diejenigen, die in ländlichen Gebieten leben, beteiligen sich insbesondere an staatlich organisierten Gemeinschaftsarbeiten, wie der Gestaltung von Höhenlinien und der Bewässerung der entlang der Straßen gepflanzten Avocadobäume. Die in der Stadt wohnenden Schüler unterstützen ihre Familien, indem sie bei gewerblichen Tätigkeiten oder im Haushalt mithelfen. Aufgrund der Treibstoffknappheit im ganzen Land sind die Bewegungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt, was die Reisemöglichkeiten während der Ferien erheblich einschränkt...

Wir wünschen euch allen beste Gesundheit und hoffen, dass sich die mit dem Klimawandel verbundenen Schwierigkeiten abmildern, damit die Aktivitäten (der Eine-Welt-Burundi-AG) unter guten Bedingungen fortgesetzt werden können.

Wir danken auch den Schülern, die die Initiative ergriffen haben, ein Logo für unsere Schule zu entwerfen, um zu deren Bekanntheit beizutragen.

Unsererseits werden wir anlässlich des Tags der Arbeit um die Erlaubnis bitten, das Logo eurer Schule auf unseren T-Shirts anzubringen – als Zeichen unserer Wertschätzung und um eure Schule in unserer Region bekannter zu machen.

Wir bitten euch, unsere herzlichen Grüße an die Schüler, die Lehrer und ganz besonders an den Direktor Ihrer Schule weiterzuleiten.

-------------------

Chers membres de la communauté scolaire du Fichte Gymnasium,

Nous espérons que vous allez toutes et tous très bien et que toute la communauté scolaire se porte mieux. Au nom de la Direction de l’ETEE, Ainsi que en mon nom personnel, je tiens à vous adresser nos plus sincères remerciements pour l’affection, la générosité et le soutien constant dont vous faites preuve à l’égard de notre école. Votre engagement témoigne d’une solidarité exceptionnelle et de votre volonté de contribuer au développement de l’ETEE tout en renforçant les liens d’amitié qui unissent nos deux établissements. Nous vous sommes profondément reconnaissants pour les 60 matelas achetés grâce à la première tranche des fonds collectés par les élèves avec votre précieux accompagnement. Nous vous prions de transmettre à tous les élèves, aux enseignants et à l’ensemble de la communauté scolaire du Fichte Gymnasium l’expression notre immense gratitude. Leur générosité a permis d’améliorer de manière significative les conditions de vie de nos élèves internes.

Nous tenons également à vous remercier pour les fonds supplémentaires que vous avez réussi à collecter pour une deuxième tranche de soutien. Ce geste nous touche profondément et nous encourage à poursuivre nos efforts. Il est vrai que pour la première tranche, nous avons privilégié la quantité plutôt que la qualité, car le besoin était particulièrement urgent. Depuis deux ans nous n’avions bénéficié d’aucun renouvellement des matelas, et un grand nombre d’élèves dorment dans des conditions difficiles. Notre priorité était donc de répondre au plus grand nombre possible des bénéficiaires.

A ce jour, nos besoins demeurent important .Nous estimons qu’il nous faudrait encore 120 matelas pour répondre convenablement au besoin de notre internat. Pour cette nouvelle étape, nous souhaitons nous oriente vers des matelas de meilleures qualité afin d’assurer un meilleure confort et une plus grande durabilité au bénéfice de nos élèves.

Pour notre projet d’élevage caprin, nous avons atteint une étape très encourageante. A ce jour, notre cheptel conte 26 chèvres, dont 14 issues du projet et 12 déjà présente au sein de l’exploitation. Nous nous apprêtons à entamer la vente des males castres par les élèves dans le cadre des travaux pratiques afin de contribuer à la pérennité et au développement de l’école.

Dans le cadre du projet café, nous avons franchi une nouvelle étape en procédant au paillage des caféiers. Si les conditions climatiques demeurent favorables, nous espérons obtenir notre première récolte d’ici 2 ans.

...Sur le plan pédagogique, le taux de réussite a connu une baisse en raison de difficulté d’approvisionnement en eaux. La panne de la pompe nous a contraint à acheter quotidiennement 200 bidons d’eau à 1000 frs l’unité et à mobilise les élèves chaque après- midi pour puiser de l’eau destinée au besoin de l’école ce qui a réduit leurs temps d’étude. Ainsi sur 446 élèves ayant achevé l’année scolaire, 339 ont été admis.Par ailleurs, 114 lauréats ont obtenus leurs diplômes et ce sont présentés à l’examen d’état. Cette situation a également entrainée de dépenses imprévues de 6 millions par mois, plaçant ainsi l’établissement dans une situation d’endettement.

Actuellement, les élèves sont en grande vacances pour une durée de deux mois .Ceux vivant en milieu rural participent notamment aux travaux communautaires organisés par l’état, tels que l’aménagement des courbes de niveau et arrosage des avocatiers plantés le long des routes. Les élèves résidant en ville apportent leur soutien à leurs familles en participant aux activités commerciales ou aux travaux domestiques. En raison de la pénurie de carburant, les déplacements restent très limites, ce qui réduit considérablement les possibilités de voyager pendant les vacances. ...

Nous vous souhaitons une excellente santé et espérons que les difficultés liées aux changements climatiques s’atténueront afin que les activités puissent se poursuivre dans des bonnes conditions. Nous remercions également les élèves qui ont pris l’initiative de créer un logo pour notre écolé afin de contribuer à sa visibilité. De notre côté, à `l’occasion de la fête du travail, nous solliciterons l’autorisation … d’afficher le logo de votre établissement sur nos T-shirts, en signe de notre reconnaissance et pour faire connaitre davantage votre école dans notre région. Nous vous prions de transmettre nos salutations chaleureuses aux élèves, aux enseignants et tout particulièrement au Directeur de votre établissement